Einsatz unter schwierigsten Bedingungen
- BM d. V. Thomas Paier 20.04.15 2529
Am Freitag dem 17.4.2015 fand beim Anwesen Helmut Schaden (vglo. Totter, altes Haus) die Atemschutzübung der FF Breitenbuch statt. Diesmal wurde das Thema „Rettungstrupp“ unter sehr realitätsnahen Verhältnissen geübt. Die Übungen im Atemschutzbereich sind wichtig, da es immer weniger Kameraden gibt, welche denkörperlichen Eignungstest bestehen.
Das zunächst einfach klingende Übungsziel „Retten eines verletzten Atemschutzgeräteträgers (AGT) aus dem Gebäude“ wurde durch mehrere Lernziele zum Teil verschärft und verlangte den Übungsteilnehmern einiges ab.
Ablauf der Übung bzw. die Lernziele:
1. Abgabe eines Funkspruches des verletzten AGT (bzw. dessen Truppführers) im Übungsobjekt. Dazu wurde der Funkspruch durch den Notruf „MAYDAY, MAYDAY, MAYDAY“ ergänzt, um zusätzlich auf die Notsituation aufmerksam zu machen. (in Anlehnung an das deutsche Feuerwehrwesen Bereich Atemschutz)
2. Es wurde die Annahme getroffen, dass sich nur zwei Rettungstrupp-AGT auf dem Weg zum Einsatzort befinden. Und Aufgrund der akuten Notlage wurde Entschieden den Rettungstrupp nur mit diesen zwei AGT in den Einsatz zu schicken.
Diese Beiden mussten unter Zeitdruck die vollständige Atemschutz-Ausrüstung korrekt anlegen und sich innerhalb kürzester Zeit auch für die richtige Zusatz-Ausrüstung entscheiden.
Dies soll eine gewisse Stressresistenz aufbauen bzw. den Blick fürs Wesentliche schärfen.
3. Nachdem sich die beiden Rettungstrupp-AGT vom Gruppenkommandanten abmeldeten, machten sie sich mit Sichtbehinderung über der Atemschutzmaske, auf die Suche nach dem verletzten AGT, in das Übungsobjekt. Der Vormarsch wurde durch das HD-Rohr, welches vom verletzten AGT bedient wurde, etwas erleichtert. Trotzdem ist ständige Kommunikation innerhalb des Rettungs-Trupps enorm wichtig. (Bsp: Hinweis auf Stolpergefahren)
4. Nach dem Auffinden des verletzen AGT (1. Übungsdurchgang im Obergeschoss; 2. Übungsdurchgang im Keller) musste dieser zunächst von seiner Zwangslage befreit werden. Wichtig hierbei ist auch eine umgehende Druckkontrolle, um eine dementsprechende Entscheidung zur Rettung treffen zu können.
5. Für die (Chrash-)Rettung des AGT in einen sicheren Bereich bzw. ins Freie, kamen dann diverse Hilfsmittel, wie zB. das Rettungstuch, Bandschlingen, Karabiner,… zum Einsatz.
Bei der ausführlichen Nachbesprechung konnten die eingesetzten Atemschutzgeräteträger Helmut Schaden, Andreas Maier, Josef Bauer und Philipp Schaden ihre Eindrücke schildern und durchgehen.
Keiner wünscht sich zukünftig solche Einsätze, da die Tätigkeit als Rettungstrupp ein hohes Maß an physischer und psychischer Belastbarkeit abverlangt. Auch hat sich gezeigt, dass die Nachbesprechungen zu einen wichtigen Bestandteil einer jeden Übung geworden sind, und deshalb unbedingt nach jeder Übung durchzuführen sind. Die körperliche Verfassung ist bei keinem Atemschutzeinsatz zu vernachlässigen, da diese entscheitend für den raschen Ablauf sein kann. (Schaden Philipp/Paier Tom)
Kontakt
-
Anschrift: Breitenbuch 100
8082 Kirchbach-Zerlach
Österreich -
Telefon: 0664 / 98 32 615
-
E-Mail: office[at]ff-breitenbuch.at