Atemschutz

 

Atemschutz

Foto: LFV Franz Fink
Foto: LFV Franz Fink
Foto: LFV Franz Fink
Foto: LFV Franz Fink
 
 

Der Begriff Atemschutz beschreibt Persönliche Schutzausrüstungen, die den Träger vor allen schädlichen Stoffen oder Partikeln schützen, die über Mund oder Nase aufgenommen werden können. Die dazu verwendete Ausrüstung wird als Atemschutzgerät bezeichnet. Haupteinsatzgebiet von Atemschutzgeräten ist der Bereich des Arbeitsschutzes und hierbei neben den industriellen Anwendungen der Feuerwehren.

Einleitung

Man unterscheidet zwischen umluftunabhängigem Atemschutz und umluftabhängigem Atemschutz. Nach den Regelungen der gesetzlichen Unfallversicherungen und der Feuerwehrdienstvorschrift in Österreich, darf umluftabhängiger Atemschutz nur verwendet werden, wenn der Schadstoff bekannt und der Sauerstoffgehalt größer als 17 Vol-% ist. Ansonsten muss immer umluftunabhängiger Atemschutz verwendet werden.

In der ärztlichen Praxis werden für den Mund-Nasen-Schutz häufig so genannte Operationsmasken verwendet, die den Patienten vor Tröpfcheninfektionen durch Erreger, die vom Träger ausgehen, schützen sollen. Operationsmasken schützen den Träger selbst allerdings nicht vor Infektionen. Aufgrund der zu hohen Leckage sind Operationsmasken dazu ungeeignet und fallen daher auch nicht unter die Bezeichnung Atemschutzgerät. Untersuchungen im Institut für Arbeitsschutz der österreichischen gesetzlichen Unfallversicherung haben gezeigt, dass der Träger durch die Verwendung von Partikelfiltrierende Halbmasken deutlich besser geschützt ist.

Verwendung

Atemschutzgeräteträger müssen in der Anwendung unterwiesen sein und in geeigneten Abständen medizinisch auf die Tauglichkeit zum Tragen von Atemschutzgeräten untersucht werden. Diese Untersuchungen erfolgen nach den berufsgenossenschaftlichen Grundsätzen für Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen (G26.1 bis G26.3)

BEISPIELHAFTE EINSATZBEREICHE DER ATEMSCHUTZGERÄTE 

Feuerwehr

  • Wohnungs- und Zimmerbrände
  • Fahrzeugbrände
  • Gefahrgutunfälle
  • Austritt von Gasen

Technisches Hilfswerk(THW)

  • Gefahrgutunfälle
  • Austritt von Gasen
  • Großbrände

Industrie

  • Müllverbrennungsanlagen
  • Chemische Industrie
  • Herstellung von Medikamenten
  • Handwerk
  • Lackiererei

Medizinischer Bereich

  • Transport oder Behandlung von Patienten mit ansteckenden Krankheiten (z.B.MRSA,Tuberkulose)
 
 
 
 

Orts-Atemschutzwart

HLM d. F. Josef Bauer
Orts-Atemschutzwart

Atemschutzgeräteträger

Kontakt