Schutzmaßnahmen bei Einsätzen
- BM d. V. Thomas Paier 24.11.20 1370
WELCHE SCHUTZMASKE - SCHÜTZT WEN
Aufgrund der immer weiter
voranschreitenden COVID- Pandemie in der Steiermark muss bei Einsätzen der
steirischen Feuerwehren einer möglichen Ansteckungsgefahr unbedingt entgegengewirkt
werden. Es wird seitens des Landesfeuerwehrverbandes Steiermark daher auf
folgende Schutzmaßnahmen bei Einsätzen mit Personenrettungen verwiesen:
Tragen der Schutzbekleidung (Schutzjacke bis zum Kinn geschlossen), Mundnasenschutz (wenn vorhanden FFP3 oder mind. FFP2 Masken), Verwendung von Einweghandschuhen, Vollvisierhelm, wobei das Visier geschlossen sein soll und Abstand, sofern möglich, einhalten.
Sollte sich nach einem Einsatz
herausstellen, dass eine der beteiligten Personen positiv auf das Corona-Virus
getestet wurde, ist der zuständige Feuerwehrarzt zu kontaktieren, um die
weitere Vorgehensweise zu besprechen.
FFP- Masken mit Ventil
- kein Schutz für das Umfeld
Filtrierende Halbmasken (FFP 2 und FPP
3) gibt es mit und ohne Atemventil. Die Masken sind Teil der persönlichen
Schutzausrüstung und sollen den Träger vor Partikeln, Tröpfchen und Aerosolen
schützen. Der Begriff FFP ist die Abkürzung für "Filtering Face
Piece", also filtrierende Gesichtsmaske. Atemschutze der Klassen FFP1,
FFP2 und FFP3 sind für ganz Europa normiert und schützen vornehmlich den Träger
vor Partikeln wie Staub aber auch vor Viren. Je höher die Schutzklasse, desto
besser filtert die Maske. Dennoch gilt es hier einiges zu beachten:
Die entsprechende
EU-Norm, welche für FFP- Masken gilt, heißt EN 149:2001+A1:2009. FFP- Masken
mit Atemventil schützen zwar den Träger, jedoch NICHT das Umfeld. Möchten
Sie Personen in Ihrer Nähe schützen, dann
verzichten Sie auf Masken mit Ventil. Beim Ausatmen öffnet sich das Ventil,
die Atemluft strömt ungefiltert aus der Maske.
FFP- Maske mit
Ausatemventil
Masken mit Atemventil filtern jedoch nur
die eingeatmete Luft. Die ausgeatmete Luft geht jedoch ungefiltert in die
Umgebung. Somit bieten FFP- Masken mit Ventil keinen Fremdschutz. FFP-Masken
mit Ventil sollten daher nicht von Covid-19-Infizierten getragen werden, denn
die pathogenen Keime werden mit der Atemluft einfach in die Umgebung abgegeben
- egal ob es sich um eine FFP2 oder FFP3-Maske handelt. Allgemein unterscheidet
man zwischen Mund-Nasen-Schutzmasken (MNS) - und Partikel filtrierenden
Halbmasken (FFP). MNS- Masken sind kein Atemschutz und schützen daher nicht vor
einer Ansteckung mit dem Coronavirus, wie der Verein für Konsumenteninformation
(VKI) berichtet. Sie können Ansteckung durch Tröpfchen und Aerosole nicht
abwehren.
Quelle: TROTEC
Barthaare verringern
übrigens die Dichtheit und die Wirkung der Atemschutzmasken. Und es gilt zu
bedenken: FFP- und andere Kunststoffmasken sind Einmalartikel. Nach der Benutzung
sind sie korrekt zu entsorgen. Die Benutzungsdauer hängt von
der jeweiligen Maskenausführung ab.
FPP-
Atemschutzmasken sind grundsätzlich mit und ohne Ventil erhältlich
Das Atemventil ermöglicht es, dass die Atemluft leichter nach außen gelangen kann, wodurch der Atemwiderstand beim Ausatmen verringert wird. Für den Träger bieten beide Varianten grundsätzlich denselben Schutz. Da die ausgeatmete Luft durch das Ventil ungefiltert aus der Atemschutzmaske hinausströmen kann, bieten Atemschutzmasken mit Ventil KEINEN Schutz für die Umgebung. Denn das Atemventil lässt Viren und Bakterien vom Inneren der Atemschutzmaske nach Außen strömen.
Atemschutzmasken mit
Atemventil sind somit NUR zum Selbstschutz geeignet. Wer
mit der Atemschutzmaske auch seine Mitmenschen schützen möchte, sollte auf ein
Atemventil verzichten.
Gesichtsschutz-Visiere
und Schutzbrillen als zusätzliche Ergänzung zum Mund-Nasenschutz
Das Corona Virus hält die Welt auf Trab.
Das Virus ist durch Tröpfcheninfektion sehr leicht von Mensch zu Mensch
übertragbar. Um sich zu schützen, raten Experten unter anderem, sich regelmäßig
die Hände zu waschen und sich so wenig wie möglich ins Gesicht zu fassen.
Sich nur auf diese
Mund- Nasenschutz- Masken zu verlassen, ist aber meist ein Irrtum. Diese Masken
verhindern, dass Tropfen aus dem Mund-Nasenbereich des Maskenträgers verbreitet
werden. Sie schützen aber nicht vor Viren, also auch nicht vor dem Coronavirus.
Viren können diese Masken durchdringen! Sollte daher die Notwendigkeit
bestehen, sich im Einsatz vor einer Ansteckung mit Coronaviren zu schützen, so
ist der schwere Atemschutz der einzige sichere Weg. Notfalls wäre ein leichter
Atemschutz oder eine Halbmaske mit einem entsprechenden P3
Filter und einer zusätzlichen Schutzbrille eine Lösung. Natürlich
aufwendiger als ein Mund- Nasenschutz. Wichtig ist: so wenig Einsatzkräfte wie
möglich, auf Abstand achten und das Anhusten vermeiden.
Coronavirus-Infekt
über die Augen möglich?
Etwa viermal pro Stunde, meistens sogar
wesentlich häufiger, fassen sich erwachsene Menschen ins Gesicht. Das geschieht
häufig unbewusst. Das Problem dabei: Fassen wir uns ins Gesicht, berühren wir
dabei meist auch entweder Mund-, Nasen- oder Augenschleimhaut. Über alle
drei wäre eine Ansteckung mit dem Corona-Virus möglich. Der Virus kann
nicht über die normale Haut, sondern nur über Schleimhäute aufgenommen werden.
Die Ansteckung über die Augen erfolgt genauer gesagt über die Bindehaut: Denn
diese schützt zwar die Augen vor bestimmten äußeren Einflüssen, doch gegen
Viren ist sie meist machtlos.
Die Augen sind eine mögliche Eintrittspforte für Viren in unseren Körper. Das Coronavirus - "COVID 19" könnte möglicherweise auch durch die Augen in den Körper eintreten. Die Atemschutzmaske sitzt: Mund und Nase sind so sicher vor Tröpfchen, die unsere Mitmenschen von sich schleudern beim Husten, Sprechen und Niesen - und die möglicherweise Coronaviren enthalten. Nicht nur über die Nase, sondern auch über die Augen könnten die Viren in den Rachen gelangen. Denn die beiden Körperstellen sind direkt miteinander verbunden. Der sogenannte Tränennasengang leitet Tränen aus dem Auge in den Nasenraum ab. Und von dort gelangen die Viren in den Rachen. Das kann jeder nachvollziehen, der bereits einmal Augentropfen benutzte und kurz darauf einen Medizingeschmack im Mund spürte.
Schutzmasken mit
Gesichts- und Augenschutz
Das Tragen von
Mund-Nasen-Schutzmasken ist in öffentlichen Bereichen Pflicht. Wichtig zu
wissen ist, dass diese Masken den Träger nicht immer vor einer Ansteckung
schützen: Sie sollen lediglich die Weitergabe an andere Personen vermeiden. Der
empfohlene Abstand sollte trotzdem zu jeder Zeit eingehalten werden. Als
Schutzbarriere zwischen Gesicht und Viren kann ein Visier aber auf keinen Fall
schaden. Die Wahrscheinlichkeit einer Infektion sinkt auf jeden Fall. Trotzdem:
Ein Plastik- oder Helmvisier ist keine FFP2 oder FFP3- Schutzmaske. Nur eine
solche Schutzmaske schützt Mund und Nase zuverlässig vor Viren. Experten halten
ein Visier (Feuerwehrhelm) oder eine entsprechende Schutzbrille nur für
eine sinnvolle Ergänzung zu anderen
Maßnahmen.
(Link: www.bfvfb.steiermark.at,
Bildquelle: LFV Franz
Fink)
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